Tausendundeins Interessierte besuchten am 10. Oktober das Bestattungshaus „Pietät“ Koeppen bei der Cottbuser „Nacht der kreativen Köpfe“. Nach drei Jahren Bauzeit, einer umfassenden Kernsanierung und der Erweiterung durch einen Neubau öffnete das traditionsreiche Unternehmen seine Türen. Die Gäste erlebten moderne Bestattungskultur, ein vielseitiges Mitmachprogramm und ein Team, das mit Offenheit und Herzlichkeit Einblicke in seine Arbeit ermöglichte.
Wie vielfältig der Umgang mit Tod, Abschied und Erinnerung sein kann, zeigte „Pietät“ Koeppen im Rahmen der Cottbus weiten Veranstaltung unter dem Motto „Energie & Wandel“. Die hellen, einladend gestalteten Räume und die persönliche Atmosphäre beeindruckten die Besucherinnen und Besucher. Viele nutzten die Gelegenheit, Fragen zu stellen, bislang unbekannte Arbeitsbereiche kennenzulernen und mit den Mitarbeitenden ins Gespräch zu kommen.
Einblicke in ein Haus mit 120-jähriger Geschichte
Betriebsleiterin Kathy Koeppen, Tochter der Gründerfamilie, führte persönlich durch das Haus. Sie öffnete Türen, die im Alltag für viele meist verschlossen bleiben, und erzählte von der Geschichte des 1906 gegründeten Unternehmens sowie von den umfangreichen Bauarbeiten der vergangenen drei Jahre.
„Das Erbe meiner Familie in die Zukunft zu führen, es weiterzuentwickeln und zusammenzuhalten, das treibt mich an“, sagt Kathy Koeppen. Dieser Anspruch prägt auch die Entwicklung des Hauses: Die familiären Wurzeln bleiben erhalten, während neue Räume und zeitgemäße Angebote Möglichkeiten für eine individuelle Abschiedskultur schaffen.
Bei Führungen durch die Trauerhalle sowie die Versorgungsräume erhielten die Gäste Einblicke in die tägliche Arbeit. Auch die Bestattungsfahrzeuge konnten besichtigt werden. Besonders anschaulich wurde es bei den praktischen Angeboten: Interessierte, ob groß oder klein, lernten verschiedene Arbeitstechniken aus dem Bestattungshandwerk kennen und konnten unter fachlicher Anleitung Nahttechniken an Übungsmaterial ausprobieren.
Erinnerung persönlich gestalten
Neben den Einblicken in den Berufsalltag stand die Frage im Mittelpunkt, wie Menschen Erinnerungen bewahren und Abschied individuell gestalten können. Die Gäste konnten Trostengel gestalten oder Särge und Urnen bemalen. Partnerunternehmen präsentierten unterschiedliche Formen des Gedenkens, darunter Erinnerungsdiamanten, Schmuck mit persönlichen Gravuren und Fingerabdrücke als individuelle Erinnerungsstücke.
Auch die Themen Feuerbestattung und Trauermusik wurden aufgegriffen. So konnten die Besucherinnen und Besucher mehr über die Möglichkeiten der Feuerbestattung erfahren und die musikalische Ausgestaltung von Feiern aus nächster Nähe erleben. Die Angebote machten deutlich, wie viele unterschiedliche Wege es gibt, persönliche Wünsche und Erinnerungen in die Gestaltung eines Abschieds einzubeziehen.
Gemeinsam für einen gelungenen Abend
Ein solcher Abend lebt von den Menschen, die ihn gestalten. Das Team von Kathy Koeppen begegnete den Gästen engagiert, offen und nahbar. Die Mitarbeitenden nahmen sich Zeit für Fragen, erklärten Abläufe transparent und zeigten, wie modern und vielseitig Bestattungsarbeit heute ist.
Unterstützung erhielt das Team von Kolleginnen und Kollegen aus weiteren Unternehmen der Ahorn Gruppe: Erich Liefring Bestattung, Bestattung Schützel, Bestattungshaus Konieczny, ANTEA Bestattungen und Helmut Schmidt Bestattungen. Gemeinsam sorgten sie für einen herzlichen Empfang und einen lebendigen Austausch über die verschiedenen Facetten des Berufs.
Die „Nacht der kreativen Köpfe“ verbindet zahlreiche Veranstaltungsorte in Cottbus und lädt dazu ein, die Stadt aus neuen Perspektiven zu entdecken. Shuttle-Busse ermöglichten den Wechsel zwischen den Stationen. Gerade die Vielfalt der teilnehmenden Unternehmen und Institutionen machte den Abend aus: Während es bei „Pietät“ Koeppen um Bestattungskultur, Erinnerung und Abschied ging, standen andernorts weitere Themen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft im Mittelpunkt.
Für das Bestattungshaus war die Veranstaltung ein besonderer Höhepunkt im Jubiläumsjahr. Die große Resonanz und die vielen persönlichen Begegnungen zeigten, dass ein offener Blick hinter die Kulissen Berührungsängste abbauen und Gespräche über ein Thema ermöglichen kann, das zum Leben gehört.
„Pietät“ Koeppen bedankt sich herzlich bei allen Besucherinnen und Besuchern, den Kooperationspartnern und den unterstützenden Kolleginnen und Kollegen der Ahorn Gruppe.
